Homunculus

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Helden, Mythen und eine Nibelungenpremiere

Die 23. Auflage des Festivals für Puppen, Pointen und Poesie, „Homunculus“ findet vom 22. bis 30 Mai 2014 im und um den Emser Löwensaal statt und wird wieder märchen- und heldenhaft.

 

Zahlreiche Vorarlberg- und Österreichpremieren sowie eine Welturaufführung bereichern heuer das Vorarlberger Figurentheaterfestival „Homunculus“. Zum Auftakt des Kinderprogrammes am Freitag (23.5.) wird die "Mutige Prinzessin Glücklos“ nach einem alten sizilianischen Märchen gezeigt. Danach geht es weiter mit einem der berühmtesten Helden der deutschen Sagenwelt: Siegfried der Drachentöter und Protagonist des berühmtesten Heldenepos der mittelhochdeutschen Literatur spielt in der Nibelungenstadt Hohenems eine ganz besondere Rolle. Im historischen Ambiente des Palastes Hohenems – hier wurden einst die Nibelungenhandschriften A und C gefunden - findet eine Welturaufführung statt: Das Theater Triebwerk Berlin mit dem künstlerischen Leiter des Festivals vom Theater Handgemenge zeigt  mit „Looking for Brunhild“ (Fr. 23. 5. und Samstag, 24.5.) die Nibelungensage als Kammerspiel. Aus der Perspektive von Brunhild und ihren lückenhaften Erinnerungen ringen die Puppen um Wahrheit und Liebe, Treue und Verrat. Gefördert wurde die Produktion vom Bezirksamt Pankow, Berlin, der Impulse Privatstiftung, T-Werk Potsdam, Land Vorarlberg, Stadt Hohenems und vom Festival Homunculus selbst.

 

Möller-Lück spielt Schumann

Ein sonntägliches „Frühstücksmärchen“ des Materialtheaters Stuttgart lockt Familien zur Geschichte über den Kaffeekannenkönig und seine ferne Prinzessin in den Löwensaal – mit anschließendem Frühstücksbrunch im Foyer. Cordula Nossek sorgt am Montag (26. 5.) mit „Das Mädchen und der Mond“ in zwei Kindervorstellungen für eine Vorarlbergpremiere. Am selben Abend gibt es ein Wiedersehen mit Pavel Möller-Lück, dem ehemaligen Intendanten des Festivals und Regisseur des „Theater Laboratorium“. In „Ich will meine Seele tauchen“ wird das Schicksal von Clara und Robert Schumann als brillantes Puppenspiel über Romantik, Liebe und Seelentiefen angelegt. Das Kinderprogramm am Dienstag, 27.5. bestreitet Möller-Lück ebenfalls mit seiner Partnerin Barbara Schmitz-Lenders und dem beliebten Kinderstück „Die drei Käsehochs“.

 

 

 

 

Heldenhafte Schweizer

Abenteuer, Poesie, Fantasie und rührende, leise Töne wie lautes Lachen gleichermaßen kennzeichnen „Homunculus“. Weiter geht es heuer mit Heldengeschichten: Als Vorarlberg-Premiere zu sehen ist Christine Müller am Dienstagabend (27.5.) mit „Die Legende von Wilhelm Tell“ mit einer feinen Balance aus luftiger Heiterkeit und brutaler Grausamkeit. Die begnadete Schweizer Geschichtenerzählerin und Puppenspielerin Margrit Gysin bringt mit „Mein Vater“ eine Geschichte zur Heldenhaftigkeit am Mittwoch (28.5.) auf die Löwenbühne.

 

Die lange Nacht der Theatermacher

Puppentheaterfans kommen mit der langen Figurentheaternacht am 28. Mai auf ihre Kosten: Der siebte Rudolf-von-Ems-Preis wird auch heuer an herausragende junge Puppentheatermacher vergeben. Erneut wurden Puppenspielstudenten und Absolventen eingeladen und im Rahmen des Festivals ihre künstlerischen Arbeiten aufzuführen. Neben der Skulptur des „Rudolf von Ems“-Kleinkunstpreises erhält der Preisträger einen von der Stadt Hohenems gestifteten Geldpreis. Neu ist heuer, dass das Publikum neben der Fachjury erstmals einen Sonderpreis vergibt! Mit „Der Sturm“, „Anti_Korrosion“ und „Take more Risk“ werden drei Stücke präsentiert, erstmalig wird eine Inszenierung unter freiem Himmel gezeigt. Im Anschluss an die Preisverleihung in derselben Nacht sorgt „djane fräulein cicibe“ im Löwenfoyer für die musikalische Aftershowparty.

 

Ritter und andere wilde Kerle

„Ritter Rost“ von Jan Mixsa sorgt zu Christi Himmelfahrt für Heldentaten während das Kabarettprogramm am Abend von „Selfman“ Andreas Steppan bestritten wird. Er thematisiert „Schwerkraft, Linksfahrer und andere Ärgernisse“ – humoristische Nebenwirkungen sind dabei nicht auszuschließen. Den letzten Festivaltag bestreitet am Freitag, den 30. Mai das Marotte Figurentheater mit „Wo die wilden Kerle wohnen“ für Kinder ab 5 Jahren, während die Erwachsenen im Abendprogramm von denselben Protagonisten mit „Die Suche nach dem heiligen Gral“ in ein poetisch-freches Roadmovie frei nach Monty Pythons „Ritter der Kokosnuss“ verwickelt werden.